Richtiges Recycling zum Schutz unserer Meere!

In Bali fand die internationale Fachkonferenz "Our Ocean" statt. Zwei Tage lang suchten Politiker und Fachleute aus aller Welt gemeinsam nach Lösungen für das weltweite Plastikmüllproblem. Wie bekommen wir unsere Ozeane sauber? Mit dabei war unser Inhaber Reinhard Schneider, der auf verschiedenen Konferenzen unsere Recyclat-Initiative als best-practise Beispiel vorstellte.

Wie Kreislaufwirtschaft in einem mittelständischen Unternehmen erfolgreich umgesetzt wird und dabei eine Vorbildrolle für die Lösung eines globalen Problems – der Plastikvermüllung der Meere – übernehmen kann, zeigt die Recyclat-Initiative von Werner & Mertz. „Wir verfolgen ein echtes Kreislaufprinzip mit dem Ziel, kein Rohöl für die Produktion von Plastikverpackungen zu verbrauchen und stattdessen Wertstoffe aus der Quelle „Gelber Sack“ (haushaltnahe Sammlung in Deutschland) so hochwertig aufzubereiten, dass diese als Basis für sogar lebensmitteltaugliche Verpackungen dienen. Wir sind momentan sogar der weltweit führende Markenhersteller von 100 % recycelten Kunststoffverpackungen“, erklärt Reinhard Schneider, Inhaber Werner & Mertz und Wegbereiter der Reyclat-Initiative. Mit 215 Millionen PET- Verpackungen aus 100 % Altplastik mit einem Anteil von 20 % Recyclat aus dem Gelben Sack hat die Recyclat-Initiative eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist, hochwertige Verpackungen aus Altplastik in den Markt zu bringen und dabei 79 % CO2 Emissionen gegenüber der Herstellung von Verpackungen aus Virgin Material einzusparen. Seit Beginn der Recyclat-Initiative sind, mit Stand Oktober 2018, schon 11.971 Tonnen CO2 eingespart worden. (Studie Alpla, Denkstatt, Wien 2017)

Die Lösung liegt an Land und nicht im Meer

Die Marke Frosch und das dahinterstehenden Familienunternehmen Werner & Mertz setzen sich in der Recyclat-Initiative gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Handel und NGO dafür ein, das Richtige richtig zu tun. Das bedeutet: Der Plastikmüll, der tagtäglich bei den Verbrauchern anfällt, wird zu neuen Verpackungen wiederverwertet. Plastik soll nicht einfach in Verbrennungsanlagen verheizt werden oder – noch schlimmer – weiterhin die Meere verpesten. Zwar ist Europa laut Informationen der IUCN (International Union for Conservation of Nature) nicht der hauptsächliche Verschmutzer der Weltmeere durch Plastik, kann aber eine weltweite Vorbildrolle für den Schutz der Ozeane übernehmen, ohne auf CO2-intensive Verbrennung setzen zu müssen.

Die Recyclat-Initiative ist ein wichtiger Schritt zu diesem internationalen Ziel: Sie bringt geschlossene Systeme für Produktion, Nutzung und echte Wiederverwertung von Kunststoffverpackungen ohne Qualitätsverlust voran. Die Initiative schafft ein öffentliches Bewusstsein, die direkten Ursachen der Meeresverschmutzung statt nur die Symptome zu bekämpfen. Die Lösung kann nur an Land und nicht im Meer liegen. Aktionen, wie die Verwendung von Ocean- und Beach-Plastik in Verpackungen und Kleidung, können Aufmerksamkeit erwecken, ändern aber nichts an den Ursachen. Nur effektive Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen verhindert, dass weiterer Plastikmüll in die Meere nachgeschoben wird. Transparenz gegenüber den Endverbrauchern ist ein wichtiges Credo der Recyclat-Initiative: Die Herkunft des Rohstoff-Materials von den Recyclingverpackungen wird offengelegt. „Wir finden, dass nur echtes Post-Consumer-Recyclat den Namen Recyclingplastik verdient“, so Reinhard Schneider. Der Verbraucher verbinde richtigerweise mit dem Begriff „Recyclat“ ein Material, welches dem Post-Consumer-Strom entstamme – also aus den ihm vertrauten und bestehenden haushaltsnahen Sammlungen, wie beispielsweise Plastik aus dem Gelben Sack oder den bepfandeten Flaschensammlungen.

Die Recyclat-Initiative setzt auf das "richtige Altplastik" mit dem größten Nutzen zum Schutz der Umwelt und wünscht sich von allen Herstellern, dass auch sie die Chance für eine Zukunft ohne Plastikmüll im Meer nutzen – mit der New Plastics Economy.

Auf der „Our Ocean Conference“ hat Werner & Mertz die globale Vereinbarung zur Beseitigung von Plastikabfällen und Verschmutzungen der Ellen MacArthur Stiftung unterzeichnet. Damit verpflichtet sich das Unternehmen zur Umstellung aller Verpackungen auf 100% Recyclat bis 2025.